Feuerwehr Glatten

Wenn es zu einem Notfall gekommen ist

Zuerst das wichtigste: Die Notrufnummern

Für gewöhnlich erreichen Sie die Integrierte Leitstelle des Landkreis Freudenstadt an 365 Tagen im Jahr unter der europaweiten Notrufnummer 112.

Für Verkehrsunfälle ohne Verletzte, Einbrüche, bei Diebstählen und anderen zwischenmenschlichen Konflikten wenden Sie sich bitte an die Notrufnummer der Polizei 110.

Einen Notruf richtig absetzen

Die Nummer kennen Sie nun, doch wie geht es weiter?

Nachdem Sie die Nummer gewählt haben, sollten Sie zunächst einmal ganz ruhig bleiben. Sie haben nun einen geschulten Leitstellendisponenten am Telefon.

Da der Mitarbeiter Ihre Daten in eine Einsatzmaske eingeben muss, bringt es leider nur wenig, wenn Sie ihm gleich alle wichtigen Daten auf einmal durchgeben.

Nennen Sie in Ruhe ihren Namen. Danach wird der Disponent das Gespräch aufnehmen und Ihnen alle relevanten Fragen stellen.

Wichtige Daten vorab sammeln!

Um die Zeit für die Beantwortung der Fragen möglichst kurz zu halten, überlegen Sie sich im Vorfeld kurze zutreffende Antworten auf folgende Fragen.

  • Wer meldet das Ereignis?
    Nennen Sie uns bitte zusätzlich zu ihrem Vor und Nachnamen auch eine Rückrufnummer für evtl. Nachfragen und falls möglich bleiben Sie in Reichweite dieses Apparates. Erwarten Sie unsere Einsatzkräfte zur gezielten Einweisung an der nächstgelegen Straße. Erste Hilfe und Eigenschutz geht aber in jedem Fall vor.
  • Wo ist der Unfall passiert?
    Ortsangabe - Ort, Stadtteil, Straße, Hausnummer und ergänzende Angaben. Sie sind am Unfallort fremd? Fragen sie Ortsansässige/Passanten und bitten um Hilfe bei der Ortsbestimmung. Hier gilt: Je genauer die Ortsangabe, desto weniger Zeit verbringen die Einsatzkräfte mit dem Suchen nach der Einsatzstelle.
  • Was ist passiert?
    Bitte teilen Sie uns möglichst genau die Anzahl der Verletzten/Erkrankten mit, bei größeren Unfällen reicht eine wohl überlegte Schätzung aus. Bitte über- oder untertreiben Sie nicht.
     
  • Wie viele Verletze/Erkrankte?
    Bitte teilen Sie uns möglichst genau die Anzahl der Verletzten/Erkrankten mit, bei größeren Unfällen reicht eine wohl überlegte Schätzung aus. Bitte über- oder untertreiben Sie nicht.
  •  Warten auf Rückfragen!
    Legen Sie nicht sofort wieder auf! Erst wenn wir keine Fragen mehr an Sie haben, beendet die Leitstelle das Gespräch.


Bitte bedenken Sie, dass jede ungenaue oder fehlende Angabe zu einer erheblichen Zeitverzögerung führen kann, die im Einzelfall lebenswichtige Minuten verstreichen lässt.

Nicht gleich auflegen!

Nachdem Sie die Fragen beantworten haben, legen Sie nicht gleich auf! In Einzelfällen ist es möglich, dass unsere Disponenten noch einige Rückfragen haben, oder ihnen Tipps zum weiteren vorgehen geben können. Oberste Regel bei einem Notruf ist immer: Die Leitstelle beendet das Gespräch.

Achtung beim Notruf mit dem Handy!

Wer vom Handy aus den Notruf wählt, landet nicht zwangsläufig bei der nächsten Leitstelle!

Bedenken Sie bitte auch, dass Ortsangaben mit dem Handy noch genauer sein müssen! Bei einem Festnetzanschluss kann die Anschrift notfalls ermittelt werden. Bei einem Handy ist dies weitaus komplizierter. Bei der Björn Steiger Stiftung können Sie ihr Handy jedoch kostenlos für eine NotfallOrtung freischalten. Dennoch sollten Sie die Ortsangaben so genau wie möglich halten.

 
Handynotruf nur noch mit Simkarte

Wer ein altes Handy ohne SIM-Karte für Notrufe nutzt, muss seit dem 1. Juli 2009 aufpassen: Von diesem Datum an funktioniert der Notruf 112 nur noch mit einer eingelegten und aktivierten SIM-Karte.
Die Änderung wurde notwendig da die Leitstellen oft mit falschen Notrufen überflutet worden sind, erklärt die Bundesnetzagentur den Hintergrund der Änderung. Man hoffe, dass die Hemmschwelle für einen Missbrauch des Notrufs steige, wenn die Anrufenden wissen, dass sie identifiziert werden können. Rechtlich fußt die Maßnahme auf einer Änderung der Notrufverordnung zum Telekommunikationsgesetz, die die Innenminister der Länder angestoßen hatten. Bisher waren Notrufe von jedem Handy aus auch ohne SIM-Karte möglich.

Trotz der Einschränkung will die Verordnung erreichen, dass möglichst viele Menschen mobil Notrufe absetzen können. Deshalb soll vom 1. Januar 2010 an Hilfe auch mit solchen SIM-Karten herbeigerufen werden können, deren Erreichbarkeit der Netzbetreiber beispielsweise nach einem ausgelaufenen Vertrag längst deaktiviert hat. Technisch sind auch diese SIM-Karten anhand von Kenn- und Referenznummern noch identifizierbar. Ohne SIM-Karte im Handy wird aber vom 1. Juli 2009 an kein 112-Ruf mehr an die Notrufzentralen durchgestellt.

 

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